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Die Symptome sind gravierender Gewichtsverlust, bis zu 50% des Ausgangsgewichts, und zwar durch strikte Reduktion (Einschränken) der
Kalorienaufnahme und zusätzliche Maßnahmen wie Erbrechen, Abführmittel oder Entwässerungstabletten und exzessive körperliche Aktivität. Trotz des häufig sehr kritischen körperlichen Zustandes verleugnen oder minimalisieren die
meisten Patientinnen über lange Zeit die Schwere ihrer Krankheit und lehnen eine Behandlung ab. In der Folge der Erkrankung kommt es zu einer Vielzahl von somatischen Symptomen, die im allgemeinen aber auch wieder verschwinden,
wenn sich Körperge- wicht und Eßverhalten langfristig normalisiert haben. Hervorstechendes psychisches Merkmal ist das beharrliche Streben, dünner zu werden mit starker Angst davor, zuzunehmen. Das Körperschema ist verzerrt.
Experimentell belegt sind im Vergleich zu Normalpersonen signifikant (bezeichnend) höhere Schmerzschwellen, was sich darin manifestiert, daß sie z.B. Kälteunempfindlichkeit zeigen oder darin, daß sie sich selbst Verletzungen
zufügen, denen sie sich auch unempfindlich gegenüber zeigen. Kennzeichnend ist die fortwährende Beschäftigung mit dem Thema Essen, Zwangsrituale beim Umgang mit Nahrungsmitteln und bei
Mahlzeiten.
Die magersüchtige Patientin führt eine permanente Gewichtskontrolle durch, es kann passieren, daß sie sich mehrmals am Tag wiegt, um so zu prüfen, ob sie auch tatsächlich dünn genug ist. Auch wenn, der Außenstehende eine
abgemagerte Frau sieht und das Gewicht der Magersüchtigen weit unter dem normalen liegt, so wird sich die Mager- süchtige immer als dick
sehen.
Als Folge des Gewichtsverlustes setzt die Menstruation aus, hier sind allerdings auch noch andere psychologische Gründe ausschlaggebend. |
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Hervorstechendes Symptom ist das wiederholte Auftreten von Eßattacken. Die Patientinnen sind extrem um ihr Gewicht und ihre Figur besorgt, es
hat entscheidende Bedeutung für das Selbstwertgefühl und die Selbstsicherheit. Um Gewichtszunahmen zu vermeiden, wird meist unmittelbar nach der Attacke erbrochen oder es werden Abführ- mittel eingenommen. Zwischen den Eßanfällen
zeigen sie ein stark gezügeltes Eßverhalten, das zur Mangelernährung führen kann. Auch hier gibt es als Folge der Erkrankung somatische Störungen. Desweiteren leiden viele Patientinnen unter depressiven Symp- tomen, die oft direkt
mit dem bulimischen Anfall verbunden sind.Die meisten Bulimikerinnen können ihren Kreislauf von Eßsucht und Erbrechen jahrelang aufrecht- erhalten, ohne eine Behandlung aufzusuchen.Trotz ihres gestörten Eßverhaltens haben
Bulemikerinnen ein normales Gewicht |