Schizophrenie

Die Schizophrenie ist eine endogene (im Körper selbst gebildet, aus anlagebedingten Gegebenheiten entstanden) Psychose (Sammelbegriff für schwere psychische Erkrankungen), bei der das Fühlen, Denken, Verhalten und die Wahrnehmung beeinträchtigt sind, ohne daß für diese Erkrankung einen körperliche Ursache gefunden werden kann und ohne das dabei die intellektuellen Fähigkeiten des Betroffenen eingeschränkt sind.

Hauptmerkmal dieser Erkrankung ist der tiefgreifende Realitätsverlust. Die Gedanken und die Gefühle der Schizophrenen weisen keinen logischen Zusammenhang auf. Durch die übersteigerte Wahrnehmungsfähigkeit können sich Wahn- vorstellungen und Sinnestäuschungen einstellen, in denen der Betroffene wie in einem Alptraum, eine mit der eigentlichen Realität nicht mehr in Übereinstimmung bringenden innere Wirklichkeit erlebt.

In den Medien wird Schizophrenie häufig mit der Multiplen Persönlichkeitsstörung verwechselt. Bei dieser Erkrankung existieren zwei oder mehr verschiedene Persönlichkeiten innerhalb eines Individuums. Typisches Beispiel für diese Krankheit ist die Geschichte von Dr. Jekyll und Mister Hyde. Bei der Schizophrenie treten solche Phänomene jedoch nicht auf.

Schizophrenie gehört in den westlichen Kulturen zu den schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen, unter anderem deshalb, weil ihre typischen Symptome, so z.B. das Stimmenhören, innerhalb dieser Kulturen als sehr absonderlich und beunruhigend angesehen werden. In anderen Kulturen jedoch können diese Symptome als Zeichen für eine besondere Begabung angesehen werden. So zeigt sich beispielsweise eine große Ähnlichkeit zwischen den Halluzinationen Schizophrener und der Trance von Schamanen, die in ihrer Kultur als besonders weise und auserwählte Menschen verehrt werden.

Vorkommen

Das Vorkommen der Schizophrenie unterliegt Schwankungen, weil verschiedene Studien unterschiedliche Erhebungsmethoden und uneinheitliche Schizophreniedefinitionen  verwendet haben. In vielen großen Studien haben sich die Schätzungen des Vorkommens zwischen 0,2 % und 2,0 % bewegt. Die Vorkommensraten sind weltweit ähnlich, aber es ist über Ballungen mit hohen Vorkommensraten in einigen besonderen Gegenden berichtet worden. Unter Berück- sichtigung all dieser Informationsquellen wird für die gesamte Lebenszeit die Schizophrenieprävalenz zwischen 0,5 % und 1 % geschätzt.

Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr. Frauen erkranken häufiger als Männer (im Verhältnis 6:4).

Schizophrenieformen

Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie

ist die klassiche Schizophrenieform, die sich in Verfol- gungswahn, Wahnwahrnehmungen, akustische Hallu- zinationen und ICHstörungen äußert und durch einen späteren Krankheitsbeginn gekennzeichnet ist.

Katatone (Spannung, Starre) Schizophrenie

äußert sich durch eine Haltungsstarre, wächserne Bieg- samkeit, Bewegungsstarren (Stupor), Mutismus (auf- tretenede Sprachlosigkeit), Negativismus (z.B. ständig Kontra geben), Echolalie (Nachsprechen), Echopraxie (Bewegungen nachmachen).

   

Zönäasthetische (von außen gemacht erscheinende) Schizophrenie

Leibeshalluzination, “ich bin versteinert”, “ich bin ausgehöhlt”

Schizoaffektive Psychose

äußert sich in eriner Mischung der beiden Krankheitsbilder schizophren und affektive Psychose.

Therapiemassnahmen

Psycho-, Sozio-, Rehabilitationstherapie.         Medimenkatös: Neurolepktika bei Wahn, Halluzinationen, Erregung, Minussymptomatik.                        Benzodiazepine bei Spannungs- und Erregungszuständen.  Elektrokrampftherapie

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