geplagt ist. Angst ist ein normaler und notwendiger Teil unseres Lebens. Angst kann als Alarmglocke gesehen werden, sie warnt uns vor drohenden Gefahren und Situationen. Bei manchen Menschen läuten diese Alarmglocken ohne Unterlaß, mal leiser, mal lauter. Die Angst tritt bei diesen Menschen, ohne einen für sie rational erfaßbaren Grund auf und trifft ihn wie ein Blitz, in ganz alltäglich normalen Situationen.
Angst besteht immer aus dem körperlichen, gedanklichen/gefühlsmäßigen Anteil und dem des Verhalten, die sich in einer Angstsituation zeigen:
körperlicher Anteil z.B.:
Herzrasen, Schwitzen, Verspannungen der Muskeln
gedanklich/gefühlsmäßiger Anteil z.B.:
"es wird was schlimmes
geschehen"
"ich muß hier
raus"
"ich bin verzweifelt"
verhaltensmäßiger Anteil z.B.:
sich abwenden, flüchten, kritischen Situationen von vorn herein aus dem Weg gehen
Diese drei Anteile treten nicht immer gemeinsam und gleich intensiv auf.
Die Wahrnehmung der einzelnen Anteile ist individuell
verschieden.
Von Angst betroffene Menschen sind häufig ruhelos, kritikempfindlich, leicht entmutigt, leiden unter Schlafstörungen und sind reizbar.
Angst wird dann als Krankheit bezeichnet, wenn sie:
unangemessen, zu stark und
zu häufig auftreten und lange
anhalten.
Belasten und starkes Leiden
verursachen.
Zur Vermeidung wichtiger Aktivitäten führen
Bei allen Angststörungen können bestimmte Lebensereignisse, Streß und Überlastung eine entscheidende Rolle spielen. Manche Angststörungen können langfristig zu Depressionen und zu
Medikamenten- sowie Alkoholmißbrauch
führen.
Angst wird dann zur Krankheit, wenn sie beim Betroffenen unangemessen stark ist, die Angst zu häufig und zu lange auftritt, der Betroffene die Kontrolle verliert, der Betroffene die Angstsituationen vermeiden muß, der Betroffene
stark unter seiner Angst leidet.